Der Wiedereinstieg in die Zuchtviehvermarktung ist beim Braunviehzuchtverband am 14. Mai gut gelungen. Unter Einhaltung der strengen Schutzmaßnahmen und dementsprechend genauer Vorbereitung hat der Ablauf gut geklappt. In das gesamte Versteigerungsareal durfte nur eine reduzierte Anzahl von Personen. Trotzdem: das Kaufinteresse war da und so verlief die Versteigerung über alle Kategorien hinweg zügig. Als Käufer zugelassen wurden nur in der Region Südtirol Trient wohnhafte Personen, ca. 20 Prozent der Tiere gingen außerhalb des Landes, etwas weniger als sonst. Die Preise konnten an das relativ hohe Niveau der Versteigerungen vor der Coronakrise anknüpfen. Von der Qualität her kann man die Jungkühe als gut bezeichnen, bei den trächtigen Kalbinnen waren einige der Jahreszeit entsprechend zu fett. Zu ordentlichen Preisen fanden auch Jungrinder und Kälber einen Käufer.
Den Tageshöchstpreis von 3.250 Euro erzielte eine Jeronimo Jungkuh von Markus Oberhofer, Holza in Ennetal/Martell. Dieses gefällige Tier mit 31 kg Tagesgemelk ging per Kaufauftrag zu einem Kunden nach Bergamo. Bei den Kalbinnen war es eine Falk Tochter, die für 2.882 Euro zu einem Züchter nach Spinges wechselte. Dieses vielversprechende Tier wurde von Werner Marginter aus Tulfer/Pfitsch gezüchtet und von Siegfried Leitner, Muchner in Egg/Freienfeld verkauft. Bei den Zuchtkälbern ging ein vielversprechendes Antonov Kalb von Martin Frener, Prasthof in St. Leonhard/Brixen für 968 Euro zu einem Züchter in den Obervinschgau.
Die an der Versteigerung beteiligten Verkäufer, Käufer und Mitarbeiter haben sich zum allergrößten Teil korrekt an die Schutzmaßnahmen gehalten und damit beigetragen, dass nun die Voraussetzungen zur Abhaltung von weiteren Versteigerungen gegeben sind.
Am Donnerstag, 02.07.2020 findet die nächste Braunviehzuchtversteigerung in Bozen statt.
Nachstehend der Preisspiegel zum downloaden: